| |
|
[
Borneo-Info ] |
 |
| |
|
Borneo ist eine Insel im Indonesischen Archipel.
Mit einer Fläche von 743.122 km² ist sie nach
Grönland und Neuguinea die drittgrößte Insel der
Welt. Politisch ist sie auf drei Staaten
aufgeteilt: Im Norden liegen die beiden
malaysischen Provinzen Sabah und Sarawak sowie
das souveräne Sultanat Brunei; der größere
Südteil gehört unter dem Namen Kalimantan zu
Indonesien. |
|
 |
|
Die Küste der Insel ist insgesamt 4.971 km lang,
besitzt wenige Buchten und ist durch
Mangrovensümpfe relativ unzugänglich, woraus
auch die schwache Besiedlung resultiert. Die
Oberfläche ist wenig gegliedert. Weite Teile
sind mit dichtem Urwald bewachsen. |
|
 |
|
Bisher sind 221 Säugetierarten auf Borneo
bekannt. Dazu zählen neben den Orang-Utans – den
„Waldmenschen“ – auch Gibbons, die Akrobaten des
Regenwaldes. Um den Schutz der Orang-Utans
bemüht sich u.a. die Borneo Orangutan Survival
Foundation. Extrem selten ist das sehr scheue
und mit etwa 30 Tieren vom Aussterben bedrohte
Sumatra-Nashorn. Der Nebelparder ist die größte
Katze der Insel. Auch die kleinen Malaienbären
sind typische Bewohner des Regenwaldes. Und nur
auf Borneo kommt der Nasenaffe vor. Der
Nashornvogel ist nur eine von 622 bekannten hier
vorkommenden Vogelarten. Weiterhin kommen 400
Reptilien- und Amphibienarten vor. |
|
 |
|
Auf Borneo haben laut World Wide Fund For Nature
(WWF) erst kürzlich Forscher eine neue
Elefanten-Unterart entdeckt, den sogenannten
Borneo-Zwergelefant. Von diesem gibt es laut
Schätzungen lediglich 1000 bis 1500 Exemplare.
Laut einer Analyse der Zellen der Tiere und
einem Vergleich mit anderen asiatischen
Elefanten könne widerlegt werden, dass sie von
Menschen nach Borneo gebracht wurden. Zugleich
seien sie auch in ihrem Verhalten relativ zahm
und sanftmütig. Aufgrund der Klassifizierung als
eigene Unterart sprach der WWF dem
Zwergelefanten die höchste Priorität
hinsichtlich seines Schutzes zu. |
|
|
|
Etwa 15.000 Arten von Gefäßpflanzen (Tracheobionta)
sind auf Borneo heimisch. Ein bedeutender Anteil
hiervon ist endemisch, also nur auf Borneo zu
finden. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es
mehr Orchideenarten als auf Borneo. Über 750
Spezies wachsen allein an den Hängen des
Kinabalu, des mit 4.100 Metern höchsten Berges
Südostasiens, gelegen im malaysischen
Bundesstaat Sabah. |
|
 |
|
Borneo hat 15.721.384 Einwohner (Januar 2005)
und damit eine Bevölkerungsdichte von 16
Einwohnern pro km². Die Bevölkerung setzt sich
aus den Dayak, aus Malaien und Chinesen
zusammen. Die Mehrheit der Malaien sind sog.
Deutero-Malaien, sie kamen stammesgeschichtlich
als zweite aus Asien über die Halbinsel Malaya. |
|
|
|
An
Bodenschätzen gewinnt man Kohle und Erdöl.
Hauptsächlich wird in der Landwirtschaft Kopra,
Sago und Kautschuk hergestellt. Im Südosten wird
zudem Pfeffer angebaut. Von großer Bedeutung ist
die Holzwirtschaft (Tropenhölzer). Die wenig
kontrollierte Abholzung hat dazu geführt, dass
die indonesische Regierung auf internationaler
Ebene in die Kritik geraten ist. Nach der
Abholzung des Dschungels entstehen riesige
Monokulturen von Palmöl-Plantagen. |
|
 |
|
Borneo hat
ein ausgesprochen tropisches, vom
Monsun
abhängiges Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit
(über 80 %). Die Durchschnittstemperaturen
schwanken zwischen 27,7 °C im Mai und 26,7 °C im
Dezember. Auf dem größeren südlichen Teil
Borneos gibt es keine ausgeprägte
Regenzeit.
Die mittlere Jahresniederschlagsmenge beträgt
3000 bis 4000 Millimeter. Der Norden hat zwei
Regenzeiten, mit den stärksten Regenfällen
zwischen Oktober und März. |
|
|
|
 |
|
|
|
[TOP] |
|
|
| |